Es geht auch ohne …

… Fracking, Atom und Kohle …

Die Ganzjahreswärme aus erneuerbarer Energie – taglich live im Test und online zu begutachten: http://www.graedler-umwelttechnik.de/solarthermie_testanlage.html
Erneuerbare Ganzjahresheizung – Daten vom 19.01.2016

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Achtung: Fracking verursacht Kopfverletzungen

70 Erdbeben in Oklahoma in der letzen Woche? Offensichtlich wirken sich „Spätfolgen“ des Fracking früher aus als erwartet. Für alle direkt Betroffenen ist das fürchterlich. Für alle Verantwortlichen einer Fracking-Politik Europas ist das eine Warnung: Beim »Kopf in den Sand« stecken ist mit erheblichen Verletzungen zu rechnen !

Das gilt im Übrigen auch für die Unterstützer einer Fracking-Freigabe durch die Hintertür via TISA, TTIP und CETA.

Quelle: http://time.com/4172564/oklahoma-hit-with-70-earthquakes-this-week/
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Sinkende Ölpreise als Gift für nachhaltige Energieerzeugung ?

Normalerweise sind sinkende Ölpreise Gift für nachhaltige Energieerzeugung. Wenn die International Energy Agency (IEA) für das nächste Jahr „kaum nachhaltig“ steigende Ölpreise vorhersagt (siehe Quelle), dann sinkt der Druck auf den Ausbau nachhaltiger Energieerzegung. In diesem Fall sehen wir jedoch auch einen kleinen Vorteil.

Kleine Fracking-Atempause ?
Wenn sogar Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser für den Kauf von Dresser-Rand (Hersteller von Turbinen und Kompressoren für die Öl- und Gasindustrie) kritisiert wird, weil Fracking derzeit nicht die gewünschten Gewinne einfährt (siehe Quelle), dann entsteht vielleicht eine kleine Fracking-Pause? Das wäre fein.

Studie „Fracking führt zu mehr Frühgeburten“
Denn wenn schon die signifikante Zunahme von Erdbeben (siehe Quelle 1) (siehe Quelle 2) nicht zum Umdenken anregt, dann könnte die aktuelle Studie „Fracking führt zu mehr Frühgeburten“ die Augen öffnen.

Wir schliessen uns hiermit der Aussage von Brian Schwartz von der Johns Hopkins University jedoch nur teilweise an …
«Das Wachstum der Fracking-Industrie ist völlig jenseits unserer Fähigkeit, die Effekte für Umwelt und allgemeine Gesundheit einschätzen zu können.»
(Zitat: Brian Schwartz, Johns Hopkins University)

… und fragen uns, warum sich diese Aussage nur auf das „Wachstum“ der Fracking-Industrie bezieht. Angesichts der sich nun mehr und mehr abzeichnenden Spätfolgen formulieren wir diese Aussage um:

«Die Tätigkeit der Fracking-Industrie ist völlig jenseits unserer Fähigkeit, die Effekte für Umwelt und allgemeine Gesundheit einschätzen zu können.»

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Aktuelles in Sachen Energie und Umwelt

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Antwort vom Bundesministerium zum Kraftwerkseigenverbrauch

Mit der EEG-Novelle 2014 haben wir ja jetzt eine Belastung des Eigenverbrauchs von EE-Anlagen. Das spart Kosten bei der EEG-Umlage und trägt zum sozialverträglichen Strompreis bei. Super. Aber warum der Eigenverbrauch von Atomkraftwerken und Kohlekraftwerken nicht belastet wird, ist uns auf Anhieb nicht ganz klar geworden.
Also haben zunächst die Bürger-Hotline zur EEG-Reform angerufen und mal nachgefragt, wie sich denn die EEG-Umlage-Belastung des Eigenverbrauchs auswirkt:

Unsere Fragen:
Wieviel (in Euro) brächte die Belastung des Eigenverbrauch von AKW’s und Kohle-KW’s in die Kasse der EEG-Umlage?
Oder, anders gefragt, mit wieviel (in Euro) schlägt die Nichtbelastung der AKW’s und Kohle-KW’s insgesamt zu Buche?
Experten und IT-Recherchen weisen einen Betrag von 2 Mrd. Euro aus.
Stimmt das?

Die Dame vom Bürgertelefon konnte da nicht direkt weiterhelfen, uns jedoch an die richtige Stelle im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie verweisen. Und die Antwort liegt uns jetzt vor:

Zitat:
Als Kraftwerkseigenverbrauch wird der zur Stromerzeugung im Kraftwerk benötigte Stromverbrauch bezeichnet.
Aufgrund der Bestandsschutzregelung wäre bei einer Einbeziehung des Kraftwerkseigenverbrauchs von neuen Kern- und Kohlekraftwerken grundsätzlich erst mittel- bis langfristig ein Aufkommen durch neue Kraftwerke erwartbar. Dabei ist zu berücksichtigen, dass neue Kernkraftwerke aufgrund des Atomenergieausstieges nicht gebaut werden und die Lebensdauer von Kraftwerken generell relativ lang ist. Zudem würden auch Ersatzinvestitionen durch die Bestandsschutzregelung befreit, so dass nur ein Teil der neugebauten Kohlekraftwerke umlagepflichtig würde. Ferner liegt die zu zahlende Umlage bei Eigenverbrauch in den kommenden Jahren zeitlich gestaffelt bei 30- 40% der EEG-Umlage.
Das genannte Aufkommen von 2 Mrd. € pro Jahr erscheint aufgrund dieser Einschränkungen auch langfristig unrealistisch. (Zitatende)

Aha. Und wir haben gedacht, das beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie richtig knallharte Daten, Statistiken und handfeste Fakten vorliegen. Aber „erscheint auch langfristig unrealistisch“ klingt in unseren Ohren irgendwie nach „also soooo genau lässt sich das jetzt auch nicht sagen“. 

Schade eigentlich. Hier hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Chance verpasst mit unseren eigenen Fehl-Berechnungen oder z.B. den wohl falschen Daten und Angaben* vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und Greenpeace e. V. ein für allemal aufzuräumen. Denn die Berechnungen und Angaben aus der Studie „Wirkung einer EEG-Umlage auf den Kraftwerkseigenverbrauch“  können ja nicht stimmen, sonst wäre die Belastung des Eigenverbrauchs von AKW’s und KKW’s doch längst umgesetzt, oder ?

Und so bleibt und hält sich hartnäckig das Gerücht, das das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aktuell 2,4 Mrd. Euro und eine Verringerung der EEG-Umlage um 10 Prozent verschenkt. Positive Nebeneffekte auf den Börsenstrompreis und Steigerung der Sozialverträglichkeit noch nicht eingerechnet.


 

*Quelle: https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/2014-04-17_bund_greenpeace_eeg-umlage_auf_eigenverbrauch_energybrainpool_.pdf
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Auf Nummer sicher, Herr EU-Kommissar !

Herzlichen Glückwunsch zur Ernennung als EU-Kommissar für Energie- und Klimapolitik, Herr Miguel Arias Cañete.
Wenn wir richtig lesen, dann halten Sie Aktienpakete der beiden Ölfirmen „Petrolifera Ducor“ und „Petrologis Canarias“ und waren bis 2012 bei beiden Unternehmen als Vorstandsvorsitzender aktiv.
Bestimmt sind Sie als Politiker recht flexibel in der Ausrichtung ihrer Tätigkeiten, aber, nur um auf Nummer sicher zu gehen, finden Sie hier den Link zum verabschiedeten 7. EU-Umweltaktionsprogramm zum Einlesen in die neue Materie.

Wir wünschen viel Erfolg bei der Umsetzung der prioritäten Ziele auch
in Punkt2 (Ressourceneffiziente, umweltschonende und wettbewerbsfähige CO2-arme Wirtschaft) und insbesondere die dort vorgegebene Senkung der Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80 – 95% gegenüber 1990 und der Schaffung eines geeigneten klima- und energiepolitischen Rahmens.

Mit freundlichen Grüssen,
Ihre GUT.

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Fracking – und das Ende der Ölsalami

— Panorama „Angst vor Fracking“ – Zur Fracking-Studie des Umweltbundesamtes —

Auch auf der „Sonnenseite“ von Franz Alt wird über den Widerspruch zwischen dem Fazit von UBA-Präsidentin Maria Krautzberger („Fracking ist und bleibt eine Risikotechnologie“) und dem Leiter der Studie, Uwe Dannewolf („In unserem Gutachten stehen solche Worte nicht drin“), berichtet.
An dieser Stelle wird für uns eines nochmals deutlich: Die Diskussion über eine technische Machbarkeit drängt die eigentliche Frage nach Sinn und Zweck des Fracking völlig aus dem Bewusstsein: Wieviel Sinn macht es, einer dem Tode geweihten fossilen Energieversorgung jetzt mit viel Aufwand und auf dem Sterbebett noch eine letzte Vitaminspritze (und der Erde bislang eine Giftspritze) zu verabreichen?
Die fossile Energie-Salami hat nur noch ein Reststück, die immer kleineren Scheiben werden immer aufwändiger abgeschnitten und immer teuerer verkauft. Warum müssen wir also abwarten, bis die Permafrostböden aufgeweicht sind? Warum sollen wir an nicht gewollten Energiebeschaffungskonflikten teilnehmen und in diese investieren? Besagte Panorama-Sendung bringt es im Schlusswort auf den Punkt: Zitat: „Und brauchen wir nicht dringend Gaskraftwerke, bist man Strom aus Sonne und Wind speichern kann?“

Hoppla, genau da geht der Weg lang … wir brauchen Speicher. Die hinterlassen dann auch keine geopolitischen Machtkämpfe oder Schwermetalle und Biozide.

—–

Link zur Panorama-Sendung: „Angst vor Fracking“ – 09.09.2014 | 29:59 min | NDR

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Windkraft ade?

Windkraft ade? Bei der CSU herrscht die politische Demenz

so titelt der Beitrag von Heiner Müller im BR Radio Bayern 2 am 11.07.201 (den Beitrag finden Sie hier auf www.br.de).

Der Beitrag befasst sich mit dem Beschluss des Gesetzesentwurfs zum Mindestabstand für Windräder in Bayern und weisst auf einen seltsamen Vorgang hin. Denn interessanterweise lädt der Wirtschaftausschuss des Landtags eine Woche vorher 12 Experten – vom Juristen bis zum Städtetag, von der IHK bis zum Verband der kommunalen Unternehmen  – ein, von denen 11 Experten dringend von dem Gesetzesentwurf zum Mindestabstand für Windräder abraten. Von „verheerenden Folgen für die Energiewende und den Rechtsfrieden“ ist da die Rede. Der Beitrag ist aus unserer Sicht besonders hörenswert, denn diese Vorgehensweise kann zur Methode werden.

Unsere Bitte für’s nächstemal: Falls von vornherein schon feststeht, wie entschieden wird, dann einfach den Aufwand reduzieren, den Experten nicht die Zeit stehlen und unnötige Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten vermeiden und auf solche Veranstaltungen verzichten. Kostet doch alles Steuergeld.

Und wir müssen uns entschuldigen: wir hatten in unserem fiktiven Rückblick auf die Energiewende aus der Sicht von 2018 den Mindestabstand für Windräder in Bayern für 2015 prognostiziert, und uns damit ganz schön in die Nesseln gesetzt. Hut ab, Herr Seehofer, das ging jetzt aber schneller als wir dachten.

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EEG Umlage bezahlt Fracking ?

Kann das sein?

Herr Gabriel lässt im Newsletter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 07.05.2014 verkünden (Zitat):

Besondere Ausgleichsregelung beschlossen

Gabriel: Gesetz sichert Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrie und viele Arbeitsplätze.

„Mit der neuen Besonderen Ausgleichsregelung entwickeln wir die Regelung für die Industrieausnahmen europarechtskonform weiter. Gleichzeitig ist es uns gelungen, die für stromkostenintensive Unternehmen notwendigen Ausnahmen bei der EEG-Umlage zu erhalten“, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Die Neuregelung sichere deren internationale Wettbewerbsfähigkeit und damit verbunden viele Arbeitsplätze. (Zitatende)

Und wissen Sie was? Wir finden das gut. Arbeitsplätze sichern? Genau unser Ding. Also bei uns (Grädler-Umwelttechnik GmbH) hat das jetzt nicht ganz so geklappt, aber wir arbeiten ja auch in der EE-Branche, da kann sowas schonmal vorkommen und das soll auch nicht Ihre Sorge sein. Wirklich nicht.

Nur zwei Fragen, Herr Gabriel:

An § 1 des EE-Gesetzes hat sich doch jetzt nichts geändert, oder? Dann gilt noch

§ 1 Zweck des Gesetzes
(1) Zweck dieses Gesetzes ist es, insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu fördern.

Wenn das so geblieben ist, dann könnte es passieren, dass Mann und Frau und mindestens 66 % der Bürger (die bereit sind für die Energiewende Mehrkosten in Kauf zu nehmen) davon ausgehen, das die EEG-Umlage auch wie folgt genutzt wird:
1. Zur nachhaltigen Entwicklung der Energieversorgung im Interesse des Klima- und Umweltschutzes.
2. Zur Senkung der volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch unter Einbeziehung langfristiger externer Effekte.
3. Zur Schonung fossiler Energieressourcen.
4. Zur Förderung der Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien.

Die EEG-Umlage ist also eine zweckgebundene Investition aller Stromverbraucher.

Und nun bitte werfen Sie einen Blick auf die Liste 2.779 Abnahmestellen (2.098 Unternehmen) die 2014 von der Besonderen Ausgleichsregelung profitieren. Wir finden hier zum Beispiel und unter anderen die

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 27232 Sulingen, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 27245 Barenburg, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 27801 Dötlingen, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 29367 Steinhorst, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 26197 Großenkneten, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH , 29386 Hankensbüttel, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 49828 Osterwald, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 49716 Meppen-Rühle, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 27386 Brockel, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 30938 Burgwedel, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 31595 Steyerberg, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 67575 Eich, Rheinland-Pfalz

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 27232 Sulingen, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 27232 Sulingen, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 26197 Großenkneten, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 31595 Steyerberg, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 27386 Brockel, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 49685 Emstek, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 31595 Steyerberg, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 29644 Walsrode, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 29378 Wittingen, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 27249 Maasen, Niedersachsen

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, 26197 Großenkneten, Niedersachsen

(alle aus dem Bereich „Gewinnung von Erdöl und Erdgas“)

 

sowie die

Shell Deutschland Oil GmbH, 50997 Köln, Nordrhein-Westfalen

Shell Deutschland Oil GmbH, 50389 Wesseling, Nordrhein-Westfalen

Shell Deutschland Oil GmbH, Raffinerie Harburg, 21107 Hamburg

(alle aus dem Bereich „Mineralölverarbeitung“)

Schon klar, das sind deutsche Firmen die in einem internationalen Wettbewerb stehen – aber wir können uns vorstellen, das sich diese Unternehmen schon rein aus ihrem Unternehmenszweck zwangsläufig entweder

  • mit Fracking beschäftigen müssen,
  • in Fracking zumindest über Beteiligungen oder die Muttergesellschaften investieren,
  • von Fracking profitieren,
  • Fracking unterstützen bzw. beauftragen
  • oder diese Technologie zur nachhaltigen Verwüstung befürworten und entsprechende Lobby-Arbeit leisten.

Und wäre es dann nicht so, dass unsere finanzielle Unterstützung für

  • eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung
  • die Verringerung der volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte
  • die Schonung fossiler Energieressourcen
  • die Förderung zur Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien

nicht nur zweckentfremdet, sondern sogar missbraucht wird?

Natürlich würde sich jedes Unternehmen, das die Möglichkeit zur Befreiung von der EEG-Umlage nicht nutzt, der fahrlässigen Unternehmensführung schuldig machen. Also müssen Sie das steuern und herausfinden, ob die Investition dieses zweckgebundenen Geldes nicht Unternehmen begünstigt die diese Investition zwangsläufig missbrauchen müssen.

Sie verstehen unsere Sorge?

Könnten Sie veranlassen, das uns Investoren aus Ihrem Ministerium glaubhaft dargelegt wird, das unsere finanzielle Unterstützung (EEG-Umlage) nicht über diesen Umweg Fracking finanziert? Bitte seien Sie so nett und räumen Sie für uns jeglichen Verdacht diesbezüglich aus. Wir veröffentlichen das auch hier.

Dankeschön.

Ach ja … eins noch. Unter den Begünstigten für 2014 finden wir auch noch die

Vattenfall Europe Mining AG, 03130 Spremberg, Brandenburg

Vattenfall Europe Mining AG, 03185 Teichland, Brandenburg

Vattenfall Europe Mining AG, 03185 Heinersbrück, Brandenburg

Vattenfall Europe Mining AG, 02959 Schleife-Mulkwitz, Sachsen

Vattenfall Europe Mining AG, 02943 Boxberg, Sachsen

Vattenfall Europe Mining AG, 03119 Welzow, Brandenburg
(alle aus dem Bereich „Braunkohlenbergbau“)

Sorry, aber wäre denn dieser Konzern nicht vielleicht in der Lage sich selber günstigen Strom zu liefern? Nein?

Schon klar, die können nicht so einfach mal nebenbei von einer Schwesterfirma billig Strom bekommen, muss ja alles an der Börse gehandelt werden.

Apropos Börse – Stand Juni 2014 notiert der Futurepreis pro kWh für Strom zur Lieferung 2015 bei unter 3,5 Cent pro kWh. Vielleicht geben Sie bei Vattenfall Europe Mining AG mal bescheid dass man sich hier mit günstigem Strom eindecken könnte, wenn die Muttergesellschaft schon nicht helfen kann. Immerhin ist mit der EEG-Novelle 2014 doch ein solider Anteil an Kohleverstromung garantiert, da kann man schon mal was riskieren und jetzt schnell noch Stromkontingente für 2017 einkaufen. Für 3,22 ct/kWh.

Aber vielleicht hat’s der Vattenfall Europe Mining AG auch schon jemand gesagt.


 Quellen:
http://www.bmwi-energiewende.de/EWD/Redaktion/Newsletter/2014/13/Meldung/eeg-kabinett-beschliesst-neuregelung-fuer-industrieunternehmen.html
 http://www.bafa.de/bafa/de/energie/besondere_ausgleichsregelung_eeg/publikationen/statistische_auswertungen/
 http://de.wikipedia.org/wiki/Besondere_Ausgleichsregelung#Sonderregelungen_f.C3.BCr_stromintensive_Unternehmen
http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz#EEG-Novelle_2014
http://www.iwr-institut.de/de/presse/presseinfos-energiewende/strompreise-fuer-verbraucher-steigen-boersen-strompreise-sinken-auf-rekordtiefs
http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/studie-widerlegt-mr-vom-teuren-industriestrom-in-deutschland_100015922/
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Der Fluch des Erfolgs – oder – Die Energiewende im Rückblick

Nach der EEG-Novelle ist vor der EEG-Novelle. Aber soviel neues passiert eigentlich nicht. Wir betrachten die Energiewende bis 2018 im Rückblick.

Vorwort:

Im März 2000 tritt das erste EEG in Kraft. Treibende Kraft der Energiewende werden kleine private Investoren, Bürgerenergiegenossenschaften, Bürgerwindparkbetreiber die insgesamt fast die Hälfte der gesamten Ökostrom-Produktion stemmen. Große Vorlieferanten (RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW, etc.) unterschätzen die Dynamik und 93% der Bürger, die den Ausbau von Erneuerbaren Energieen befürworten. Gewinneinbrüche sind die Folge.

Die Bundesregierung bezeichnet die Reform des EEG vom Juni 2014 als „Wichtigen Schritt für den Neustart der Energiewende“.

Neustart? War denn zwischendurch Schluss mit Energiewende?

Wagen wir einen Rückblick:

bis 2009
Bis 2009 wird der EEG-Strom physisch an die Stadtwerke geliefert. Die großen Vorlieferanten (RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW, etc.) können dadurch weniger konventionellen Strom an die Kunden/Stadtwerke absetzen.

 

2009
Am 17. Juli 2009 erlässt die Bundesregierung eine Verordnung (AusglMechV, reformierter Wälzungsmechanismus), die die Vermarktung des EE-Stroms  ab 2010 ändert. Und warum? Um einen Betrag von 45 bis 125 Mio. Euro einzusparen und den Markt transparenter zu machen. Klingt logisch, ist aber so!

Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte beträgt 23,21 bis ct/kWh.

Ab 2010 wird der EE-Strom nicht mehr physikalisch an die Stadtwerke geliefert und abgenommen, sondern muss an einer öffentlichen Strombörse gehandelt werden.

 

2010
Die großen Vorlieferanten (RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW, etc.) beliefern ihre Kunden bzw. Stadtwerke wieder weitgehend vollständig oder sogar zu 100% mit Strom aus Braunkohle, Steinkohle, Atomstrom, Gas.

Die Stadtwerke haben weniger Aufwand und schließen vielfach einen für sie risikolosen Vollversorgungsvertrag mit einem der großen Stromerzeuger und Vorlieferanten über mehrere Jahre ab. Die Strom-Einkaufspreise sind dabei für den Vertragszeitraum fix und schwanken nicht wie an der Börse. Günstige Strom-Einkaufspreise (z.B. 6 ct./kWh) nutzen dann andere.

Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte beträgt 23,69 ct/kWh.

Die Börsenstrompreise purzeln. Im ersten Quartal 2014 liegt der Wert nur noch bei der Hälfte des Wertes von 2008 (siehe auch Strompreise für Verbraucher steigen – Börsen-Strompreise sinken auf Rekordtiefs).

Die EEG-Umlage steigt, da die Differenz zwischen der Vergütung an die EEG-Stromproduzenten und dem niedrigen Strompreis  größer wird. Klingt komisch, ist aber so! Nennt sich auch EEG-Paradoxon. Die EEG-Umlage steigt von 2009 zu 2010 um 70 Prozent. Hier greift die AusglMechV von 2009.

EEG-Entwicklung.svg

Grafik: Die Auswirkung der Verordnung zur Weiterentwicklung des bundesweiten Ausgleichsmechanismus (AusglMechV) vom 17. Juli 2009 mit Wirkung zum 1. Januar 2010
Quelle: „EEG-Entwicklung“ von ChstduEigenes Werk – Die Daten stammen von hier. Lizenziert unter CC0 über Wikimedia Commons.

 

2011
Die EEG-Umlage steigt von 2010 zu 2011 um 70 Prozent, da die Differenz zwischen der Vergütung an die EEG-Stromproduzenten und dem niedrigen Strompreis größer wird. Hier greift die AusglMechV von 2009.

Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte beträgt 25,23 bis ct/kWh.

 

2012 – 2013
Die EEG-Umlage steigt von 2011 zu 2013 weiter drastisch, da die Differenz zwischen der Vergütung an die EEG-Stromproduzenten und dem niedrigen Strompreis  größer wird. Hier greift die AusglMechV von 2009. Die Braunkohleverstromung in Deutschland mit 162 Mrd. kWh (2013) steigt auf den höchsten Stand seit 1990. Die Stromerzeugung aus Steinkohle hat sich 2013 gegenüber dem Vorjahr um 6,5 Prozent auf 124 Mrd. kWh erhöht. Der deutsche Stromexport-Überschuss mit 34 Mrd. kWh (2013) erreicht einen neuen Rekord.

Im Juni 2012 wird die Photovoltaik-Novelle verabschiedet. Vergütungssätze für PV-Strom werden „neu gestaltet“ und „atmend“ gedeckelt. Die Steigerung des Eigenverbrauchs wird immer interessanter.

Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte beträgt 25,89 und 28,73 ct/kWh.

Die EEG-Umlage für das Jahr 2014 wird auf 6,240 ct/kWh festgelegt. Diese Steigerung von 18% zum Vorjahr steht einer tatsächlichen Netto-Umlagesteigerung von ca. 3-4% gegenüber. Klingt komisch, ist aber so!

 

2014
Großabnehmer und Industrie können sich an der Börse für 3,22 Cent/kWh (zum Lieferjahr 2017) mit Strom versorgen. Klingt auch komisch, ist aber so!

Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte beträgt voraussichtlich 29,73 ct/kWh.

Da die AusglMechV von 2009 offensichtlich nicht in gewünschtem Umfang den Markt transparenter gemacht hat kommt es zur EEG-Novelle 2014.

Die EEG-Novelle 2014 führt mit einer „Verpflichtenden Direktvermarktung“ eine Hürde für die kleinen, privaten Investoren ein. Bürgerenergiegenossenschaften, Bürgerwindparkbetreiber und Privatpersonen werden ab sofort abhängig von hochspezialisierten Vermarktungsunternehmen.

Selbst produzierter und selbst verbrauchter Strom aus Photovoltaik-Anlagen wird mit einer Abgabe belastet („Sonnensteuer“). PV-Anlagen bis 10 kW sind davon ausgenommen („Bagatellgrenze“).

Oktober bis Dezember 2014 (ab hier wagen wir Ausblick und Prognose. Die nachfolgenden Zahlen und Angaben sind fiktiv.)
Die EEG-Umlage 2015 wird um 0,39 ct/kWh gesenkt, auch weil die EEG-Umlage für 2014 zu hoch angesetzt war und Überschüsse angelaufen sind. Herr Gabriel gibt eine Pressekonferenz zum durchschlagenden Erfolg der EEG-Novelle 2014 und feiert die voraussichtliche Senkung der durchschnittlichen Strompreise für Haushalte um 0,02 ct/kWh.

 

2015 (Ausblick und Prognose. Die nachfolgenden Zahlen und Angaben sind fiktiv.)
Die Zahl der deutschen PV-Firmen halbiert sich nochmals.

Mit der neuen Länderöffnungsklausel (aus der EEG-Novelle 2014) schreibt Bayern höhere Abstände von Windkraftanlagen zu Wohngebäuden vor und legt den weiteren Ausbau im ersten Bundesland lahm.

Durch die Begrenzung des Ausbaus von Biogasanlagen auf 100 MW im Jahr und die Kürzung der Einspeisevergütungen (aus der EEG-Novelle 2014) gibt es nicht genug EE-Back-Up-Kraftwerke zum Ausgleich der geringeren Stromproduktion an Sonnen- oder Windarmen Tagen. Die CO2-Produktion steigt durch die daraus resultierend notwendige Kohleverstromung weiter. Der Strompreis für den Endverbraucher auch wieder, um die Gewinnverluste der Stromkonzerne aus den Vorjahren abzufangen.

 

2016 (Ausblick und Prognose. Die nachfolgenden Zahlen und Angaben sind fiktiv.)
Die bereits in der EEG-Novelle 2014 geplante EEG-Novelle 2016 tritt in Kraft. Die letzte Bürgerenergiegenossenschaft gibt ihre EE-Pläne auf, weil ab 2017 nur noch Marktteilnehmer Erneuerbare-Energie-Anlagen errichten dürfen, die per Ausschreibung den Zuschlag erhalten. Die damit verbundenen Transaktionskosten und Zwischenfinanzierungen stellen ein zu hohes Risiko für Kleininvestoren dar.

Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte beträgt 29,99 ct/kWh.

Oktober bis Dezember 2016:
Die EEG-Umlage für 2017 wird um 0,89 ct/kWh gesenkt und im nächsten Jahr sind Bundestagswahlen.

 

2017 (Ausblick und Prognose. Die nachfolgenden Zahlen und Angaben sind fiktiv.)
Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte sinkt zum Vorjahr und beträgt nur noch 29,49 ct/kWh. Pressekonferenz inklusive.

Die Bundestagswahl findet am 24. September statt.

Im Oktober verkündet die Bundesnetzagentur ein Einnahmen-Minus. Die EEG-Umlage für 2018 wird um 0,98 ct/kWh angehoben.

 

2018 (Ausblick und Prognose. Die nachfolgenden Zahlen und Angaben sind fiktiv.)
Der Bundestag beschließt die EEG-Novelle 2018 im Sinne einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe und hebt die Bagatellgrenze für EE-Anlagen unter 10 kWp auf. Neuanlagenbetreiber dürfen nach der neuen AusglMechV 5% ihres erzeugten Stroms unter Beibehalt der „Sonnensteuer“ selbst verbrauchen und den Rest an der Strombörse handeln.

Das Re-Powering für Windkraftanlagen wird begrenzt. Für alle WKA’s die bei Windstille keinen Strom produzieren greift die neue Verordnung zum GroKo-KreizWeis (Große Kohlekraftwerks-Anheiz-Ausgleichs-Anweisung). Die GroKo-KreizWeis gilt natürlich im Sinne einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe auch für PV-Anlagen die nachts keinen Strom produzieren. Hier setzt sich im Volksmund aber der Ausdruck „Mondsteuer“ durch.

Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte soll dadurch weiterhin stabil unter 32,00 ct/kWh und somit sozial verträglich bleiben. Pressekonferenz inklusive.

Großkunden und die energieintensive Industrie beziehen jetzt den bereits 2014 an der Börse erworbenen Strom zum Preis von 3,09 ct/kWh.

 

Nachwort:
Und was macht die GUT. von 2014 bis 2018? Bietet PV-Lösungen mit intelligenten Speicher-Systemen zur Eigenverbrauchssteigerung, Energieeffizienzberatung und die Ganzjahres-Hybrid-Lösung für die Versorgung mit Wärme aus Erneuerbaren Energien mit patentierter Hochleistungstechnik .

 

Quellen:
http://www.unendlich-viel-energie.de/themen/akzeptanz2/akzeptanz-umfrage/umfrage-2013-buerger-befuerworten-energiewende-und-sind-bereit-die-kosten-dafuer-zu-tragen
http://de.wikipedia.org/wiki/Verordnung_zur_Weiterentwicklung_des_bundesweiten_Ausgleichsmechanismus
https://www.clearingstelle-eeg.de/AusglMechV
http://www.iwr-institut.de/de/presse/presseinfos-energiewende/erneuerbare-energien-werden-subventioniert-staat-zahlt-keinen-cent#wie-die-EEG-Umlage-funktioniert
http://www.youtube.com/watch?v=dgtJg0GBCjU
http://www.youtube.com/watch?v=MWxWqj8Vf4k&NR
http://m.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/bsw-solar-verschlft-aufheben-des-eeg-paradoxons_100014530/
http://www.photovoltaikbuero.de/pvBueroBlog/EntryId/212/Das-EEG-Umlagenmarchen-oder-die-wundersame-Vermehrung-der-EEG-Umlage
http://www.neueenergie.net/politik/deutschland/eeg-2014-das-ziel-ist-verunsicherung
http://www.solarify.eu/2014/04/03/135-stromexport-allzeithoch-energieimporte-gestiegen/
http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz#EEG-Novelle_2014
https://www.clearingstelle-eeg.de/eeg2014/urfassung/material
http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/eeg-reform-gefaehrdet-engagement-kleinerer-privater-investoren-neue-studie-der-leuphana-universitae/
http://www.iwr.de/news.php?id=26604
http://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2014/energiewende-braucht-mehr-schub-statt-schwarz-rote-bremse
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/windraeder-in-bayern-aerger-um-abstand-zu-wohnhaeusern-a-979758.html
http://www.iwr-institut.de/de/presse/presseinfos-energiewende/strompreise-fuer-verbraucher-steigen-boersen-strompreise-sinken-auf-rekordtiefs
http://www.iwrpressedienst.de/Textausgabe.php?id=4782
 www.bdew.de/internet.nsf/id/123176ABDD9ECE5DC1257AA20040E368/$file/13 05 27 BDEW_Strompreisanalyse_Mai 2013.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis
http://de.wikipedia.org/wiki/Bedarf_an_elektrischer_Energie
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Ist Öko-Strom nur ein Name? Sind Ökostromprodukte an dem Ausbau der erneuerbaren Energien beteiligt?

Die wenigsten haben die Möglichkeit mit eigenem Sonnen-, Wind- oder Wasserkraftanlagen echten Ökostrom zu erzeugen und auch gleich selbst zu verbrauchen. Doch die Nachfrage nach Ökostrom steigt. Auch nach der letzten Strompreiserhöhung haben viele Stromkunden ihren Anbieter gewechselt. Umweltbewusste und verantwortungsvolle Kunden sind bereit etwas mehr für Ökostrom bzw. „grünen Strom“ zu bezahlen. Natürlich in dem Glauben etwas nachhaltig positives zu bewirken.
Und hier wird aus unserer Sicht Augenwischerei betrieben und ein steigendes Umweltbewusstsein und Engagement schamlos genutzt. Denn selten genug ist auch wirklich Ökostrom drin wo Ökostrom draufsteht.

Beispiel 1:
Stromanbieter verteilen häufig Strom aus bereits vorhandenen umweltfreundlichen Quellen und verkaufen diesen separat in einem Ökostromprodukt zu einem meist höheren Preis.
Der Haken:
In diesem Fall erhalten die normalen Stromkunden des Anbieters, also jene mit konventionellen Produkten, zum Ausgleich einen höheren Anteil an fossilem/atomarem Strom.

Beispiel 2:
Ein Anbieter bietet günstig Öko-Strom aus 100% regenerativer Energie und das Produkt verfügt über ein TÜV-Zertifikat-Label.
Der Haken:
Die dazu genutzten Wasserkraftwerke sind in der Regel uralt und tragen zum Ausbau erneuerbarer Energien absolut nichts bei. Und das TÜV-Zertifikat-Label bezieht sich rein auf die Service-Leistung des Anbieters. Und zum Schluss stellt sich heraus, das der Anbieter (mit eigenem Firmennamen, Firmensitz) eine 100%ige Tochter eines der großen vier Anbieter ist.

Aus unserer Sicht ist es durchaus von Bedeutung auf Eigentumsverflechtungen mit der Atomindustrie und Kohleindustrie zu achten.

Ein Tipp:
Verivox, Check24, strompreisvergleich und Co … stellen bei den jeweiligen Angeboten zusätzliche Informationen zur Verfügung. Hier wird mit ein wenig Recherche der Hintergrund des jeweiligen Anbieters offensichtlich.
Doch Achtung:
Bei der Suche nach echtem Ökostrom mit garantierter Investition in den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien sind die Preisvergleich-Anbieter nicht vollständig. Hier ist weitere Recherche angesagt.

Ökostrom ist kein geschützter Begriff. Also gibt es verschiedene Maßnahmen den potentiellen Kunden vermeintliche Entscheidungshilfen an die Hand zu geben.
Was es da alles gibt: Plaketten, TÜV-Prüfzeichen, Zertifikate, Produktlabel, Gütesiegel …

Werfen wir einen Blick auf die bekannten Zertifikate RECS und EECS:
Hier werden Zertifikate für die umweltfreundliche Stromproduktion vergeben. Wir schließen uns ausdrücklich der Kritik von Verbraucherzentralen und Energieverbänden an. Durch den Handel mit diesen Zertifikaten lässt sich sogar Atomstrom in „grünen“ Strom umetikettieren. Hier empfehlen wir für weitere Informationen http://www.stromauskunft.de/oekostrom/oekostrom-guetesiegel/.

Von weit größerer Bedeutung sind Gütesiegel (tlw. auch „Produktlabel“ genannt).
Zu den bekanntesten gehören TÜV SÜD EE01, TÜV SÜD EE02, naturemade star (Schweiz), ok power, das Ökostromsiegel TÜV Rheinland, RenewablePLUS
und Grüner Strom Label Gold.
Mehr Informationen dazu u.A.: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kostrom

An dieser Stelle unterscheidet die GUT. zwischen
1.
Ökostromprodukten ohne Zubau,
bei denen lediglich Strom aus bereits existierenden Ökokraftwerken an eine
bestimmte Verbrauchergruppe umgeleitet wird. Hier ist ein Beitrag zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien nicht immer nachweisbar.

2.
Ökostromprodukte mit Zubau,
bei denen ein verbindlicher Modus dafür sorgt, dass neue Ökokraftwerke entstehen. Hier besteht ein nachweisbarer Beitrag zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien.

Man muss kein Ökopurist sein um hier eine klare Entscheidung zu treffen. Nachhaltigkeit ist lediglich bei Ökostrom mit nachweisbarem und geprüftem Ausbau gewährleistet und darf sich aus unserer Sicht auch „Ökostrom“ nennen.

Wir empfehlen auch aus Gründen der Klimaneutralität die Produktlabel RenewablePlus und Grüner Strom Label Gold .
Auch Greenpeace Energy, Naturstrom AG investieren einen beachtlichen Prozentsatz des Strompreises in den Ausbau der Erneuerbaren.
Die LichtBlick GmbH (ok-power-Label) geht etwas andere Wege. Hier wird für jeden Kunden und jeden Versorgungsmonat wird mindestens ein Quadratmeter Regenwald unter nachhaltigen Schutz gestellt. Zudem besteht eine Kooperation mit VW zur Errichtung von umweltfreundlichen Gasheizungen (ZuhauseKraftwerk).

Der GUT. Tipp:
Eine Besonderheit bietet die EWS-Schönau AG. Hier geht vom Strompreis ein „Sonnencent“ an den Bau von kleinen, kundeneigenen und ökologischen Kraftwerken. Entstanden aus einer Bürgerinitiative ist die EWS-Schönau für die GUT. das ideale Beispiel für die Machbarkeit von ökologischer, dezentraler und privater Energieversorgung. Hut ab, Danke und weiter so.

Einige Anbieter von „echtem Ökostrom“ sind in den allgemein bekannten „Strompreis-Vergleichsportalen“ nicht zu finden.
Anbieter von Ökostrom mit „Grüner Strom Label Gold“ finden sie u.a. hier
www.gruenerstromlabel.de

Einen weiterer Überblick zu Anbietern (im Einzelfall auf einen nachweisbaren Beitrag zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien zu prüfen):
http://www.oekostrom-vergleich.com/oekostrom-vergleich

Da auch im Bereich der „Ökostrom-Anbieter“ ein Konkurrenzkampf besteht und die angegebenen Web-Seiten unseres Wissens keinen unabhängigen Organisationen angehören kann Vollständigkeit keinesfalls dargestellt werden.

Bitte betrachten Sie die hier getroffenen Aussagen, Links und Angaben allein als Hinweis und Anregung. Die gemachten Angaben sind weder verbindlich noch vollständig und dienen lediglich zur Darstellung eines Missstands und bilden eine Diskussionsgrundlage zur Ökostrom-Label-Problematik.
Sofern Sie Anbieter von (aus unserer Sicht) „echtem Öko-Strom“ sind und hier keine Berücksichtigung gefunden haben … Antwort hier im Blog genügt.

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Trotz Atomausstieg sinkt der Klimagasausstoß

Allen Unkenrufen zum Trotz : Klimagasausstoß sinkt 2011 um 2,9 Prozent
Minderung überwiegend außerhalb des Emissionshandelssektors

Obwohl im Jahr 2011 acht Atomkraftwerke vom Netz gingen, sinken die
Treibhausgasemissionen in Deutschland weiter. Gegenüber dem Vorjahr 2010
nahmen die Emissionen in 2011 überwiegend witterungsbedingt um 2,9
Prozent ab. Das sind 27 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente
weniger. Die größten Minderungen erfolgten bei den Feuerungsanlagen zur
Raumwärmeerzeugung, dadurch sanken vor allem die Emissionen der privaten
Haushalte. … Bundesumweltminister Peter Altmaier sagte: „Mit dem, was wir erreicht haben, nimmt Deutschland einen Spitzenplatz unter den Industriestaaten
ein. Die weitere Entwicklung ist aber kein Selbstläufer. Die
Trendentwicklung zeigt, dass das Klimaziel der Bundesregierung von minus
40 Prozent bis zum Jahr 2020 zusätzliches Handeln erfordert. Hierzu
müssen alle Sektoren einen fairen Beitrag leisten.“ …

(Quelle: gemeinsame Pressemitteilung
des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und
des Umweltbundesamtes (BMU-Pressedienst Nr. 006/13))

Wir freuen uns darüber und schliessen uns Herrn Altmeier an: Diese Entwicklung ist kein Selbstläufer. Umso mehr machen also weitere Investitionen in den Ausbau der Erneuerbaren Energien Sinn. Kyoto-Protokoll hin oder her … zusätzliches Handeln ist gefragt.

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Kopf hoch, Herr Altmeier. Der Netzausbau senkt die Kosten für erneuerbare Energie.

Sehr geehrter Herr Altmeier,

da weht Ihnen ja ein heftiger erneuerbarer Energiekosten-Wind ins Gesicht. Und Sie machen sich zurecht Sorgen über die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und die soziale Verträglichkeit von Strompreiserhöhungen, die explodierenden Kosten des EEG (190 Mrd.) und den zu schnellen Ausbau von Windenergie zu Lande. Und dann auch noch der Netzausbau (4,5 Mrd.) mit Smart Meter (5,7 Mrd.) … da werden Ihnen Zahlen in Größenordungen um die Ohren geworfen, an die sich der Finanzminister gerade erst gewöhnt hat. Was ist zu tun?
Kopf hoch, Herr Altmeier – Sie schmeissen einfach mit Zahlen zurück und fangen mit den entstehenden Kosten für den Netzausbau an: 4.500.000.000 Euro pro Jahr. Dann holen Sie sich die freiwerdenden 5,8 Mrd. aus vermiedenem Aufwand zur Behebung von Umweltschäden (Quelle: Umweltbundesamt „Umweltschädliche Subventionen in Deutschland, aktualisierte Ausgabe 2010“ und Fraunhofer Institut „Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland, Fassung vom 2.2.2012„) durch die Erzeugung von EE-Strom dazu. Der Rest ist einfach und funktioniert ohne Reform des EEG Stand 2011:

Schritt 1
Sie kündigen für 2013 die erste bundesweite Zwangsschenkung für alle privaten EE-Erzeugern mit Anlagen bis 10 kWp an. Die bekommen alle eine intelligente Batteriespeicher-Lösung. Nicht so ein Gefummel, sondern was mit optionaler Mehrquelleneinspeisung, intelligentem Energiemanagement, hochwertigen Wechselrichtern und mit wunderbaren Stromzählern. Gibt’s für ca. 17.000 Euro mit Installation und hat in jedem Hausflur Platz. Das macht bei den 585.758 Anlagen (PV, Biogas, Wind und Wasser) 9.957.886.000 Euro.

Schritt 2
342.114.000 Euro bleiben übrig und gehen zum Teil in die Forschung (z.B. 100 Mio. in die Forschung des Zukunftsmarktes zur Beseitigung nuklearer Abfälle und 100 Mio. in die Forschung zur Optimierung von EE-Stromspeichern für Anlagen ab 20 kWp) und das Restgeld geben Sie den Netzbetreibern und dem Bundesumweltamt damit die noch ein paar Leute einstellen können um ihre Statistiken auf Vordermann zu bringen.

Schritt 3
Sie kündigen für 2014 die gleiche Maßnahme für Anlagen von 10 bis 20 kWp an.

Schritt 4
Anfang 2014 haben Sie wohl nur noch 9 Mrd. zur Verfügung (weil die Umweltschäden geringer ausgefallen sind) und schenken allen privaten 193.474 EE-Erzeugern mit Anlagen von 10 bis 20 kWp eine entsprechend dimensionierte Stromspeicher-Lösung. Zu haben für ca. 46.000 Euro. Macht 8.899.804.000 Euro (knapp 9 Mrd.).  Bleiben in diesem Jahr nur noch 100.196.000 Euro für die grossen Stromtrassen übrig. Das ist schade aber die Stromverbraucher drücken u.U. auch diesen Winter ein Auge zu.

Schritt 5
Sie kündigen für 2015 die gleiche Maßnahme für Anlagen von 20 bis 30 kWp an.

Schritt 6
2015  wird es knifflig: Sie haben wahrscheinlich nur noch 8 Mrd. zur Verfügung (weil die Umweltschäden wieder geringer ausgefallen sind) und können nur hoffen, dass die Forschung (aus Schritt 2) zur Marktreife von intelligenten, dezentralen Stromspeicher-Akkus für Anlagen bis 30 kWp geführt hat. Kosten darf die Speicherlösung jedenfalls maximal 62.153,30 Euro. Diese Speicherlösung schenken Sie allen 128.714 privaten EE-Erzeugern mit Anlagen von 20 bis 30 kWp.

Natürlich werden Sie gefragt, was Sie mit diesen Maßnahmen bezwecken wollen. Darauf können Sie dann Antworten: „Es liegen über 95% der Solarstrom-Leistung im Mittel- und Niederspannungsnetz. Selbst bei der Biomasse sind es über 80%. Der Ausbau von Höchstspannungsnetzen ist deshalb letztlich ohne nennenswerte Bedeutung, wenn es tatsächlich darum geht diese Leistung aufzunehmen. Man muss vielmehr die unteren Netzebenen ertüchtigen!“ (Quelle und Zitat: energymap.info). Danach nehmen Sie folgende Zahlen zur Hand und werfen diese gleich hinterher.

1.
Mit dem verfügbaren dezentralen Akku-Stromspeicher für erneuerbare Energie mit einem Volumen von 15,953 Gigawatt verschwindet der zu billige EE-Strom zu Spitzenlastzeiten vom Spotmarkt und senkt die EEG-Umlage. Klingt komisch, ist aber so (siehe Seite 13 aus „Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland, Fassung vom 2.2.2012„). Das wiederum macht den Strom für alle Betroffenen der EEG-Umlage günstiger.

2.
An dem EEG Stand 2011 wird nichts geändert. Somit bleiben erhalten:

Jetzt bleibt noch folgendes zu tun:

  • Die von Hr. Öttinger avisierten 40 Mrd. Euro für den Netzausbau neu berechnen.
  • Die Kosten für einen flächendeckenden Einbau von intelligenten Stromzählern (smart meter) von 5,7 Mrd. Euro (Quelle: Die Welt, 12.10.12) neu berechnen.
  • Die Einsparung an Stromzukauf berechnen und evtl. der EEG-Umlage zuführen.
    Bitte vorher die Steuereinnahmenverluste aus den Umsätzen der BIG 4 abziehen.
  • Überlegen, ob Sie Ihr Programm auf die privaten EE-Anlagen für 30 bis 100 kWp ausdehnen können. (27.274 Anlagen mit einem Speicherpotential von zusätzlich z.B. 1,363 GW).
  • Wertschöpfungrechner anwerfen.
  • Die Anfragen aus dem Ausland zur Umsetzung der Technologie „Beseitigung nuklearer Abfälle“ beantworten (Folge aus Schritt 2).

Wie gesagt, Kopf hoch, Herr Altmeier. Der Netzausbau senkt die Stromkosten. Sie müssten nur daran denken, die gestaffelte Eigenverbrauchszulage im Tausch gegen den Strom-Speicher einzukassieren. Das könnte sonst bei flächendeckend ca. 70 % Eigenverbrauch von erneuerbarem Strom ins EE-Umlage-Geld gehen. Andererseits können Sie die Zulage auch beibehalten, da ca. 40 % weniger EE-Strom vergütet werden müssen.

P.S.:
Optional gäbe es noch ein Hersteller- oder Verkaufsverbot für Geräte mit Stand-By-Funktion (Einsparung ca. 100 Euro pro Haushalt / Jahr), aber das macht vielleicht Stress mit dem Wirtschaftsminister und will gut überlegt sein. Vielleicht doch besser die kostenlose Energieberatung für alle deutschen Haushalte. Kostenlos? Was veranschlagen Sie dafür? 50 Euro pro Haushalt? Macht bei 40 Mio. Haushalten 2 Mrd. Euro? Also nur falls Ihnen noch Geld fehlt um die EEG-Umlage für alle Betroffenen nachhaltig zu senken …

P.S.P.S.:
Die Zahlen zu den vorhandenen EE-Anlagen (Stand bis 30.05.2012) konnten wir nur bei energymap.info finden. Das ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.. Wenn Sie an aktuellere Zahlen z.B. von den EVU, den Netzbetreibern oder dem Statistischen Bundesamt rankommen, bitte so veröffentlichen, daß wir diese auch finden. Das könnte auch folgende Aussage

(Zitat aus energymap.info)
„Die Netzbetreiber und die Bundesnetzagentur behaupten, dass im Jahr 2011 Solarstromanlagen mit etwa 7,5 Gigawatt zugebaut wurden. Damit wird unter anderem der hohe Anstieg der EEG-Umlage als auch die Forderung nach einer rapiden Kürzung der PV-Vergütung begründet. Bedenkenswert ist jedoch, dass selbst im Mai 2012 von den Netzbetreibern für 2011 lediglich der Zubau von nur rund 5,2 Gigawatt nachgewiesen werden kann!“

klären und wäre bei der Umsetzung des Netzausbau für die nächsten 3 Jahre hilfreich.

 

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Warten Sie auf die Einspeisevergütung ? Sind Sie auch bei E.ON? (UPDATE)

Nach nunmehr etwas mehr als drei Monaten möchten wir ein Resümee ziehen –
Das,  unserer Meinung nach, wirklich unseriöse und unlautere Geschäftsgebaren der E.On edis hat nach unserer Auffassung System.

Zuschriften von Kunden und anderen Betroffenen haben uns zu der Überzeugung kommen lassen, dass es sich bei uns allen, den Betroffenen, eben nicht nur um Einzelfälle handelt – vielmehr lässt das Vorgehen der E.On edis durchaus als systematisch bezeichnen. Namentlich geht es um diverse Fälle, in denen der Energieversorger im Rahmen des EEG seinen Verpflichtungen zur regelmäßigen Zahlung der Einspeisevergütung nicht nachgekommen ist und ganz offenbar weiterhin nicht nachkommt.

Im Frühjahr dieses Jahres wurde bekannt, dass in Bayern diverse Klagen gegen den Konzern eingereicht worden sind, nachdem ausbleibende Zahlungen bei einer Mehrzahl von Landwirten bereits zu existenzgefährdenden Zuständen geführt hatten.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/dachau-bauern-klagen-gegen-stromkonzern-1.1358150

Die Klagen bayerischer Bauern wurden in einigen wenigen Medien zwar aufgegriffen, über einen etwaigen Ausgang wurde allerdings nicht mehr berichtet.

Ein ganz aktueller, uns zugetragener Fall

(hier im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf der Suche nach „Leidensgenossen“ bin ich auf ihre Seite gestossen. Seit 21.12.11 ist meine Photovoltaikanlage bei der Bundesnetzagentur gemeldet (Inbetriebnahme 14.12.11) . Alle Unterlagen wurden umgehend an den örtlichen Energieversorger Eon Edis weitergeleitet. Ich habe von Eon Edis eine Registrierungsnummer und eine Vertragskontonummer bekommen, aber bis zum heutigen Tage habe ich keine Abrechnung der Einspeisevergütung erhalten. Nun schreibt mir Eon Edis mit Datum vom 20.08.12, dass die Abrechnung meiner Erzeugungsanlage noch weitere Zeit beansprucht.  Ich habe nun mit einem Rechtsanwalt Kontakt aufgenommen. Dieser empfahl mir zunächst per Einschreiben mit Rückschein eine 14-tägige Frist zur Auszahlung der Einspeisevergütung an Eon Edis zu setzen. Läuft diese Frist ab, werden weitere rechtliche Schritte eingeleitet. Es ist wirklich erstaunlich, mit welcher Dreistigkeit Eon Edis mit dem Strom der Erzeuger arbeitet, diesen aber nicht vergütet!

Mit freundlichen Grüssen)

beweist dennoch, dass sich an diesem Vorgehen bis heute nichts geändert hat.

Die politische Dimension

Unserer Meinung nach ist das Vorgehen einzelner Entscheider in der Politik mehr als durchsichtig – es wird Klientelpolitik betrieben, als gäbe es kein Morgen. Die Verteuerung des Stroms, ausgetragen auf dem Rücken der einfachen Verbraucher, wird – bei gleichzeitig satten Gewinnen der Energieriesen, mal eben der „bösen Energiewende“ in die Schuhe geschoben. Und leider sitzen viele, ansonsten durchaus kritische Medien, dieser absurden Behauptung auf.

Aufgrund des offensichtlich sehr großen Einflusses der Energieversorger auf Politik und die mediale Berichterstattung, wähnen sich die Konzerne in Sicherheit, sodass leider nicht davon ausgegangen werden kann, dass sich an dieser Praxis etwas ändert.

Auch wir sahen uns letztlich gezwungen, die Sache in die Hände unseres Rechtsanwaltes zu geben. Zwar haben im Juni 2012 die ausstehenden Abschlagszahlungen erhalten, unsere Zweifel am Vorgehen der „4 Großen“ bestehen jedoch weiter fort.

Wir sehen die Chancen für eine, aus Sicht der Verbraucher, positive Entwicklung in der Stromspeicherung. Ganz aktuell ist auf diesem Gebiet eine erfreuliche Dynamik zu beobachten. Zurzeit analysieren wir, welche Speicherlösungen, auf Grundlage verschiedener Anforderungen, zweckentsprechend und somit für unsere Kunden empfehlenswert erscheinen.

Strom selbst produzieren, Strom selbst Verbrauchen…

 

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Sonnenschirm statt Euro Rettungsschirm – Nachschlag

Das ging aber schnell: Kaum ist der GUT.-Vorschlag „Sonnenschirm statt Euro Rettungsschirm – PIIGS werden leuchtende Energiestaaten“ veröffentlicht (05.06.12), schon (06.06.12) reagiert die EU-Kommission mit einer Mitteilung über eine „EU-Strategie zu erneuerbaren Energien für die Zeit nach dem Jahr 2020„! Was steht da drin? Am besten erklärt uns das Herr Altmaier (derzeit, Stand: 11.06.12, aktueller deutscher Bundesumweltminister):

„Mit der heute veröffentlichen EU-Strategie zum Ausbau der erneuerbaren Energien nach 2020 setzt die EU-Kommission ein wichtiges erstes Signal, rechtzeitig für Investitionen und verlässliche Rahmenbedingungen auch über das Jahr 2020 hinaus zu sorgen“ (Zitat BMU Pressedienst Nr. 082/12– EU/ErneuerbareEnergien).

Rechtzeitig investieren? Verlässliche Rahmenbedingungen? 2050? Wird also erstmal daran gearbeitet, wie der Markt des erneuerbaren Energiesektor von 2020 bis 2050 für Großinvestoren und -konzerne aufgeteilt werden kann? Das klingt irgendwie nicht nach dem von uns vorgeschlagenen Konzept zur lokalen und dezentralen Energieversorgung. Schnelle und unmittelbare Hilfe sieht anders aus. Aber Herr Altmeier hat ja auch noch folgendes dazu betont:

„Für das Gelingen der Energiewende in Deutschland ist es entscheidend, dass die europäische und nationale Ebene reibungslos Hand in Hand arbeiten. Deshalb ist es richtig, dass die Kommission auf eine bessere Koordinierung der Förderpolitiken der Mitgliedstaaten sowie auf eine verbesserte Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten setzen will. Dabei ist es jedoch wichtig, dass die Mitgliedstaaten die Förderung effizient an ihren jeweiligen nationalen Potentialen und Entwicklungen ausrichten können. Das wäre bei einem harmonisierten EU-weit einheitlichen Fördersystem nicht mehr möglich“ (Zitat BMU Pressedienst Nr. 082/12– EU/ErneuerbareEnergien).

Aha – jetzt wird also effizient nach den jeweiligen Möglichkeiten ausgerichtet: Betrachten wir gleich mal das nationale Potential und die Entwicklung von Griechenland. Hier werden Suppen und Medikamente verteilt – keine Fördergelder. Sind das die „nationalen Potentiale und Entwicklungen“ von denen Sie sprechen, Herr Altmeier?

Spanien hat die Förderprogramme für erneuerbare Energien offiziell eingestampft … und bekommen jetzt gerade einen Banken-Rettungschirm verpasst. Sind das die „nationalen Potentiale und Entwicklungen“ von denen Sie sprechen, Herr Altmeier?

Italien fährt die Förderung runter. Nicht zu erstenmal. Und wohl nicht zum letztenmal. Sind das die „nationalen Potentiale und Entwicklungen“ von denen Sie sprechen, Herr Altmeier?

Portugal hat sich schon länger verabschiedet. Sind das die „nationalen Potentiale und Entwicklungen“ von denen Sie sprechen, Herr Altmeier?

Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien setzen auf Atomstrom. Sind das die „nationalen Potentiale und Entwicklungen“ von denen Sie sprechen, Herr Altmeier?

Natürlich beinhaltet Ihre Betrachtungsweise viel Gutes: In Deutschland gibt es mit dem EEG-Gesetz „nationales Potential und Entwicklungen“, die es ermöglichen, den Atomstromstaat Frankreich in Problemzeiten mit Strom aus deutschen Photovoltaik-Anlagen zu versorgen. Das ist doch mal ein Lichtblick … oder?

Insofern bitten wir Sie um Unterstützung. Reden Sie doch mal mit Herrn Brüderle. Herr Brüderle hält das EEG für ein Auslaufmodell, dem Mann kann doch geholfen werden, oder? Ach ja … noch was: Die EU möchte die Förderungen für Öko-Strom so schnell wie möglich einstellen. Bitte bleiben Sie fest bei Ihrer Ablehnung von „harmonisierten, EU-Einheitlichen-Förderungen“. Dazu sind das „nationale Potential und Entwicklungen“ in Deutschland viel zu gut. Eins noch:

Wir sehen da am Horizont eine Entwicklung, auf die Sie sich vielleicht vorbereiten sollten: Bis 2020 sollen die erneuerbaren ja EU-weit 20% des Gesamtenergiebedarfs decken. Nachdem für Griechenland, Spanien, Portugal, Italien, Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien „nationales Potential und Entwicklungen“ nicht viel erwarten lassen, muss Deutschland zum Erreichen dieses EU-Ziels wohl am meisten beitragen. Da liegt der notwendige deutsche Anteil an erneuerbarer Energie wahrscheinlich ganz schnell bei über 120%. Das lässt sich bestimmt genauer ausrechnen. Vielleicht macht das Ihr EU-Kommissar Herr Öttinger für Sie. Der Herr Öttinger hat da einen „intelligenten Stromzähler„, der so intelligent ist, dass er gleich auch noch die EU-Datenschützer auf den Plan ruft. Bevor also dieser intelligente Zähler in die Tonne kommt …

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Sonnenschirm statt Rettungsschirm – PIIGS werden leuchtende Energiestaaten

Es trifft – bis auf Irland – auf alle Staaten zu, die sich unter diesem leider abwertend konnotierten Akronym verbergen: Alle haben ideale Vorraussetzungen für den effektiven Ertrag aus der Photovoltaik, Solarthermie und Windkraft. Statt Euro-Rettungsschirm und „Sparen bis zum geht nicht mehr“ steht ein  Programm-„Erneuerbare Energie für Jederman“ an. Und das ist dann nicht nur eine kurzfristige Finanzspritze, die gerade mal die Druckerei für’s Geldpressen bezahlen kann. Die so verantwortungsvollen und superfleissigen Nicht-PIIGS bekommen die Projekt-Anleitung zum Programm frei Haus geliefert: z.B. „Griechenland bald ohne Gas und Strom?“ oder “ Spanien will vor Kanaren nach Öl bohren„. In Spanien werden satte  2% des Energiebedarfs aus Solarenergie gedeckt (Quelle: Reuters „Spanish electricity demand rises 2.9 pct in 2010„) – und Madrid läßt konsequenterweise vor Naturschutzgebieten und Urlaubsparadiesen nach Öl bohren. Diese Entscheidung kann eigentlich nur Nachts bei Kerzenlicht im Keller getroffen worden sein, oder? Die Arbeitsplätze bei Repsol scheinen jedenfalls gesichert. Das wird die 50% arbeitslosen spanischen Jugendlichen beruhigen. Die arbeitslosen Jugendlichen in Griechenland haben ein grösseres Problem … hier sind noch nicht mal die Arbeitsplätze bei der DEPA sicher. Und wenn die DEPA der italienischen Eni, der türkischen Botas und Gazprom aus Russland die Rechnungen nicht bezahlen kann, werden nicht nur die (wahrscheinlich ausbleibenden) Sommerurlauber auf einiges verzichten müssen.

Sonnenschirm statt Rettungsschirm
Die Europa-Hilfe zum Aufbau einer dezentralen Energieversorgung und -Speicherung in kleinen, lokalen Einheiten sind ein echtes Konjunkturprogramm mit nachhaltiger Wertschöpfung. Infrastrukturprobleme beim Stromnetz fallen nicht an, lokale Anbieter bekommen Aufträge und vor Ort werden Arbeitsplätze geschaffen. Großprojekte wie Desertec haben wohl ihre Berechtigung, allein die Wertschöpfung bleibt beim Großkonzern. Vielleicht kann Herr EU-Kommissar Öttinger auch das EU-Projekt mit dem intelligenten Stromzähler etwas zurückstellen und erstmal intelligent Strom produzieren bevor der gezählt wird. Also bei der nächsten EURO-Krisensitzung mal über Alternativen nachdenken und echte Solidarität mit einer lokalen und dezentralen Anpassung bereits erfolgter EU-Beschlüsse paaren: Sonnenschirm statt Rettungsschirm! Das macht sich auch gut in der Bilanz der „Europe 2020 initiative – Energy 2020„. Einfach mal bei der Europäischen Energiekommission durchklingeln, die freuen sich –  Telefon: +32 (0)2 298 20 25 (da geht Günther Öttinger ran).

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Warten Sie auf die Einspeisevergütung ? Sind Sie auch bei E.ON?

Auf dem GUT.-Firmengelände sind mittlerweile Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 75,91 kWp installiert. Ein Vertrag zur Einspeisung wurde zwischen der E.ON edis AG und uns geschlossen. Hierbei wurde eine quartalsweise Auszahlung der Vergütung vereinbart. Nachdem es bereits im Jahr 2011 – trotz vielfacher Anrufe bei der E.ON edis – zu Auszahlungsverzögerungen von bis zu acht Monaten gekommen war, die Auszahlungen letztlich jedoch erfolgten, hat sich bei der E.ON auch in 2012 nichts geändert. Die für April fällige Auszahlung der Vergütung ist ausgeblieben, auf Anrufe und Emails – sofern überhaupt reagiert wurde – erhielt man lediglich hinhaltende Worte.

Da wir offensichtlich nicht die Einzigen sind, bei denen die E.ON so vorgeht (vgl. http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/einspeiseverguetung-dachauer-bauern-klagen-gegen-eon-1.1324963, ist eindeutig zu konstatieren, dass das Verhalten der E.ON System hat.

Dieser Schikane möchten wir uns nicht mehr länger aussetzen, zumal davon auszugehen ist, dass andere Anlagenbetreiber in weitaus größerem, mitunter existenzbedrohendem Ausmaß betroffen sind.

Hier also unsere Bitte: Sind Sie selber betroffen oder haben Sie Informationen darüber inwieweit die E.ON edis AG  in anderen Fällen in ähnlicher Weise vorgeht? Bitte melden Sie sich hier im BLOG oder per e-mail. Vielen Dank für die Unterstützung im Voraus.

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EEG-Wirrwarr in der Politik vs. Klarheit im Privaten.

Wirrwarr ums EEG
Was gilt denn nun?
Ist mit der Ablehnung der EEG Novelle (11.05.12) der solare Kahlschlag gestoppt? Nein. Erstmal wird jetzt ein Vermittlungsausschuss zusammentreten. Wie es weitergehen könnte und welche Konsequenzen zu erwarten sind, beschreibt der Artikel „Fragen und Antworten zur EEG Novelle“ aus unserer Sicht sehr schön. Vielen Dank dafür.

In jedem Fall ist dieses Wirrwarr in sich eine weitere Bestätigung der zu erwartenden Entwicklungen. Eine möglichst unabhängige und dezentrale Versorgung durch erneuerbare Energie wird weiter an Bedeutung gewinnen. Wirrwarr in der Politik vs. Klarheit im Privaten.

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Des einen Freud’ ist des anderen Leid

Nachdem sich die Bundesregierung nach monatelangem Streit auf eine gemeinsame Linie bei der künftigen Förderung von Solarstrom geeinigt hatte, stellten Bundeswirtschaftsminister Rösler und Bundesumweltminister Röttgen das Konzept in einer gemeinsamen Pressekonferenz vor. Schon im Vorfeld war zu erwarten, dass es zu Einschnitten kommen werde. Die angegangenen Pläne zur kurzfristigen und vor allem drastischen Kürzung der Solarförderung haben nun jedoch nicht nur Beschäftigte der Photovoltaikbranche auf die Straße getrieben. Allein in Berlin protestierten etwa 11.000 Menschen.

Brisant ist vor allem die Tatsache, dass künftige Senkungen der Fördersätze und eine Anpassung der förderfähigen Strommenge ohne Parlamentsbeschluss ermöglicht werden sollen und aller Voraussicht nach auch werden. Dass die drastischen Einschnitte nun womöglich um drei Wochen verschoben werden, vermag diese Tatsache nicht zu beseitigen.

Das Vorgehen der „Solarfeinde“ Rösler und Röttgen gleicht einem faktischen Ausbremsen der Energiewende zugunsten der Gesellschaft. Was hier betrieben wird, ist eine ganz offensichtliche Klientelpolitik zugunsten der vier alten Energieriesen Eon, RWE, Vattenfall und EnBW. Die Angst der Konzerne vor einer allzu rasanten Verbilligung (Anm.: insbesondere der Solarstrom drückt den Preis für den Strom in Zeiten besonders hoher Nachfrage von Strom) ließ Rösler und Co. wohl „keine andere Wahl“. Dass sich Röttgen und „Sunblocker“ Rösler, stellvertretend für die Bundesregierung gegen die 91% derer stellen, die Solarenergie befürworten, scheint hier irrelevant zu sein.

Wenn Röttgen komplett ungeniert äußert, man schaffe „…für die PV-Industrie stabile Rahmenbedingungen, damit sie sich auch in Zukunft auf dem Weltmarkt behaupten kann…“, ist dies an Zynismus wohl kaum zu überbieten.

Mit Jochen Homann steht seit dem 1. März übrigens ein Mann an der Spitze der Bundesnetzagentur, der mit Äußerungen wie „Wir zahlen sehr viel für die Photovoltaik, bekommen aber nur sehr wenig Strom raus“ keine Zweifel daran lässt, wohin die unsägliche Reise geht.

Die Frage „warum RWE und E.on aufatmen“ können (hier nachzulesen), ist dann wohl eher rhetorischer Natur…

Lassen Sie uns gemeinsam den Kahlschlag stoppen!
Klicken Sie hier und unterzeichnen Sie den Bürger/innen-Appell von Campact!

PS: Wie (un)zuverlässig die Energieriesen sind, beweisen die verrosten Atommüll-Fässer im AKW Brunsbüttel -der Betreiber ist Vattenfall. Der TÜV Nord entdeckte sie aktuell bei einer der „regelmäßigen Kontrollen“. Vattenfall selbst stellte dies bereits am 15. Dezember des vergangenen Jahres fest, hielt es aber offensichtlich nicht für notwendig, die Behörden darüber zu informieren.

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Die Antwort … vom Bundesministeruim für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Die parlamentarische Staatssekretärin (Mitglied des Deutschen Bundestags), Katherina Reiche, hat auf den offenen Brief des GUT.BLOG’s (http://blog.graedler-umwelttechnik.de/21/05/2011/ein-offener-brief-an-unsere-politiker-in-unserer-region/) wie folgt geantwortet:

Berlin, 18.7.2011

Sehr geehrter Herr Grädler,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 21 Mai 2011 und Ihrem Engagement bei der zukünftigen Mitgestaltung Ihrer Region.

Die Bundesregierung hat im Herbst 2010 das Energiekonzept verabschiedet und stellt damit die Weichen für den Einstieg in des Zeitalter der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz.

Im Lichte der Reaktorkatrastophe von Fukushima hat die Bundesregierung am 6. Juni 2011 den schrittweisen Ausstieg aus der Kernernergienutzung beschlossen. Dieser erfordert, dass der mit dem Energiekonzept bereits angelegte Umbau unserer Energieversorgung deuttlich beschleunigt werden muss.

In Ihrer Mail sprechen Sie die Versorgung aus erneuerbaren Energien an.

Ein zentraler Baustein für die Energieversorgung der Zukunft ist auch aus unserer Sicht der weitere zügige Ausbau der erneuerbaren Energien. Dies hat die Bundesregierung in ihrem Gesetzpaket zur Beschleunigung der Energiewende verankert. Das wesentliche Instrument für den Ausbau der erneuerbaren Energien ist die Novelle des Erneuerbaren-Energien Gesetzes.

Weiterhin können wir durch einen beschleunigten Netzausbau, die Verbesserung der Markt- und Systemintegration und die verstärkte Nutzung von Speichern die erneuerbaren Energien einen wachsenden Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Mit dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NA-BEG) und der Novelle des Energiewwirtschaftsgesetzes wurden die gesetzlichen Voraussetzungen für einen schnelleren Ausbau der Stromübertragungsnetze geschaffen.

Im Zuge der Novellierung der energiewirtschaftlichen Vorschriften setzt die Bundesregierung weitere Schwerpunkte bei der Verbesserung der Bedingungen für besonders effiziente Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung. Daneben ist die Steigerung der Energieeffizienz von besonderer Bedeutung. Auch hier hat die Bundesregierung konkrete Massnahmen ergriffen.

Mit den Massnahmen des Energiepaketes werden auch verstärkt Impulse gesetzt, um Arbeitsplätze zu schaffen und Regionen strukturell zu stärken. Ich bn sicher, davon wird auch Ihre Region profitieren.

Mit freundlichen Grüßen,

(unterschriftlich)
Katherina Reiche (Parlamentarische Staatsekretärin – Mitglied des Deutschen Bundestages)

 

 

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